Marie Kastner,



Geburtsjahr 1962, lebt in Südspanien. Sie ist Inhaberin zweier Kleinunternehmen und hat drei Kinder, von denen zwei schon erwachsen sind. In ihrer knappen Freizeit verfasst sie Krimis grundverschiedener Machart, schneidert mittelalterliche Kostüme oder liest. Im Sommer kommen diese Hobbys natürlich ein bisschen kurz, denn die Küste an der Costa Blanca hat neben weißen Sandstränden so einiges zu bieten. »Da verbringe ich viel Zeit draußen! Unsere Region hat, nebenbei bemerkt, das gesündeste Klima Europas aufzuweisen«, verrät Marie augenzwinkernd.

Nach einem geradezu psychoanalytisch anmutenden Kriminalroman rund um eine Familientragödie ("Endstation Balaton", 2014) ist im März 2016 eine Krimisatire auf den Markt gekommen, die diverse Schandtaten eines aufmüpfigen Grüppchens von Altenheimbewohnern zum Inhalt hat. Titel: "Rentner's Rache". Man könnte dieses Buch als tragikomisch bezeichnen, enthält es doch neben witzigen Momenten auch die unangenehme Frage, wie viel man als Mensch der Gesellschaft im hohen Alter noch wert ist …

Im Sommer 2016 hatte Marie bereits das nächste Manuskript fertig gestellt. Es handelt sich um einen Horrorthriller, der in einem unheimlichen Waldstück im rumänischen Siebenbürgen spielt. Das Buch "Der Schreckenswald des Hoia Baciu" ist zum 1. Oktober 2016 veröffentlicht worden.

Als nächstes floss ein Krimi aus Kastners Tastatur, eine mörderische Auswanderergeschichte, die unter anderem auf Mallorca angesiedelt ist. "Dunkelsonne" beschreibt das Leben einer Auswanderin, die im Spannungsfeld zwischen zwei Männern lebt und sich in ihrer ausweglosen Situation eines Tages gezwungen sieht, Morde zu begehen. Das Werk ist am 1. Mai 2017 erschienen.

Kaum war dieses Buch auf dem Markt, ereilte Marie ein übler Schreibdrang. Sie hatte im Internet über eine geheimnisvolle Insel im Golf von Neapel gelesen, die jedem ihrer bisherigen Besitzer Unglück gebracht hatte. Das schrie förmlich nach einem Horrorthriller ... ein halbes Jahr später war "Eilandfluch - Das Grauen von La Gaiola" fertig. Das Buch gibt es seit August 2017.

Anschließend entstand ein blutrünstiger Thriller. »Die Story spielt am Brocken, im Harz, in einer der unwirtlichsten, aber auch liebenswertesten Gegenden Deutschlands. Titel: "Der Brockopath - Alarm im Harz". Am 1. November 2017 hat dieses Buch Premiere gefeiert«, schmunzelt die umtriebige Autorin. »Das Schreiben ist wie eine Droge – bring ein Buch heraus, und Du bist süchtig - aber ohne die Chance auf Therapie.« Zwischenzeitlich wurde der Krimi in der Harzregion entdeckt und in mehreren Zeitungen besprochen, sehr zur Freude der Verfasserin.

Im März 2018 ist ein spannender Politkrimi erschienen, der allerdings im Vorfeld vielfältiger Recherchen bedurfte. Titel: "Der Barbarossa-Effekt - Das große Erwachen am Kyffhäuser". Vielleicht die kniffligste Aufgabe, der sich die Autorin jemals gestellt hat. Wie spricht man heutzutage das Reizthema "Extremismus" an, ohne gleich selbst zur Zielscheibe von Rechten oder Linken zu werden? Die Story spielt schmerzhaft nah am Puls der Zeit, soll widerspiegeln, wie zerrissen Deutschland in diesen Tagen ist. Diese Veröffentlichung erforderte bei Verlag und Autorin eine gehörige Portion Mut, legt sie doch den literarischen Finger in offene Wunden der heutigen Gesellschaft.

Inzwischen feilte Marie schon an der Fertigstellung des nächsten Manuskripts. Ihr spanischer Verlag hat im Oktober 2018 einen neuen Harzkrimi herausgebracht, wieder mit dem Wernigeröder Kommissar Bernd Mader, der bereits gegen den "Brockopathen" ermittelt hat. Der Buchtitel lautet: "Julie Müller muss sterben". Es geht um die moderne Version der "bösen Stiefmutter" ... aber ist die wirklich so böse? Das Buch wird dem Leser die Antwort liefern.

Teil drei dieser Harzkrimireihe ist am 1. März 2019 auf den Markt gekommen. "Verbrannte Erde"  heißt er. Diesmal lässt Marie Kastner einen Teil des Harzwaldes abfackeln und eine Leiche serviert sie dem Leser auch wieder - gut durchgegart. Zudem finden sich frappierende Parallelen zu einem Mordfall, der Kommissar Mader seinen wohlverdienten Urlaub an der spanischen Costa Blanca versaut hat.

Und dann ist da noch die Idee zu einem Luftfahrtkrimi, die Marie keine Ruhe ließ. Wir erinnern uns alle noch unangenehm an die German Wings-Katastrophe und den labilen Piloten, der sie verursacht hat. Die Frage lautet seither: Wie hat sowas geschehen können - und was kann einen Menschen so weit treiben? Mit Rücksicht auf Täter- und Opferfamilien will Marie allerdings nicht diese Geschichte nacherzählen, sondern lediglich die Rahmenhandlung daran ausrichten und Antworten finden. Am Ende entstand eine völlig neue Story, die beunruhigend realistisch anmutet. "Sinkflug ins Jenseits" wird uns alle daran erinnern, dass es trotz der vielen Vorsichtsmaßnahmen eine absolute Sicherheit im Luftverkehr nie geben kann und wird. Geplant ist die Veröffentlichung für Herbst/Winter 2019 beim AAVAA-Verlag Bremen.

Die Harzkrimireihe wird übrigens auch nach Teil 3 fortgesetzt. Für 2020 plant die Autorin bereits den vierten Teil, und dieser wird den Titel "Okertal-Atlantis" tragen. Aktuell schreibt sie daran. Es geht um ein mörderisches Geheimnis, das unter dem Okertalstausee verborgen liegt, bis ein extrem trockenes Jahr den Wasserspiegel sinken lässt. Teil 5,  "Radieschen von unten", soll 2021 nachfolgen. Wenn eine Gärtnerin spurlos verschwindet, ist dann auch ein Gärtner der Mörder? Wir werden ja sehen.

Damit sind die Zukunftsplanungen aber noch nicht am Ende angelangt. Die Ideen für zwei Katastrophenromane haben bereits Gestalt angenommen, sie sollen in den nächsten beiden Jahren neben den Harzkrimis verwirklicht werden.

Ja, der Schreibdrang ist unvermindert vorhanden. Und wie bleibt Kastner da noch Zeit für den Freundeskreis und die Familie?

»Ach, ich bin eher Einzelgängerin. Mir reichen die beruflichen Kontakte, meine Lesungen und mein Lebensgefährte als Gesellschaft. Meine Familie kann ich sowieso nur sehen, wenn ich mehrmals im Jahr in Deutschland unterwegs bin. Das genieße ich in vollen Zügen. Ansonsten gibt es ja das Internet und Skype. Ich mag es nicht besonders, im Mittelpunkt zu stehen, Smalltalk finde ich so was von überflüssig. Da schreibe ich lieber haarsträubende Geschichten im stillen Kämmerlein«, lacht Marie.

 

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Weitere Informationen Ok